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  SRK Interviews

Interview


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Wann würdest du lügen:
Wenn ich jemandem nicht das Herz brechen müsste.
 
Deine wichtigste Erinnerung:
Der Tag an dem ich meinen ersten Filmfare Award bekam.
 
Wenn du ein Dieb wärst, würdest du folgendes stehlen:
Ich wäre gern der Weihnachtsmann, um in Häuser einzubrechen. So, dass ich etwas bringen könnte
 
Als was würdest du gern wiedergeboren werden?
Als mein Hund Chewbecca. Einfach immer nur essen, mit dem Schwanz wedeln und herumstreunen. That´s Life
 
Deine größte Angst:
Das mir jemand beide Arme abhackt. Die brauche ich sooo sehr.
 
Hast du einen immerwiederkehrenden Traum:
Ich träume nicht!
 
Eine Rolle für die du alles geben würdest:
James Bond oder Batman.
 
Ein Wort/Satz, den du oft benutzt:
"Let´s do it!"
 
Etwas, dass du gern könntest:
Singen. Ich würde gerne Gitarre spielen können. Wann immer ich auf eine Party gehen würde, könnte ich eine Gitarre nehmen und etwas spielen.
 

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 Shahrukh Khan: "Ich bin kein Posterboy"

 
Herr Khan, in Ihren Filmen kommen ständig Orte vor wie London, Paris oder die Schweizer Alpen, aber fast nie Deutschland. Mögen Sie unser Land nicht?
Doch, ich war ja auch schon ein paar Mal dort, zuletzt wegen meiner Knieoperation. Obwohl, vielleicht war das auch in Österreich. Egal. Ich kenne Baden-Baden, DüsseldorfÉ Aber es gibt nicht viel zu sehen in Deutschland, oder? Ich meine, Filme verkaufen Träume, und wenn man aus Indien kommt, träumt man von Paris, London oder Marrakesch, aber niemand würde sagen: Mann, ich muss unbedingt nach Deutschland.

Ich hoffe, Ihnen hat's trotzdem gefallen.
Sicher. Es ist so still. So wenig Menschen auf den Straßen. In Indien ist alles schusselig, dreckig und bunt. Aber die Deutschen selbst waren ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hätte.
 
Wie denn?
Na ja, ich dachte natürlich, Deutsche fahren mit schnellen Autos auf ihren tollen Straßen rum und alles ist ganz technisch. Stimmt ja auch. Aber dann habe ich einen Mann getroffen, der behauptete, meine Filme hätten ihm das Gehör zurückgebracht. Das hat mich echt verblüfft. In Indien ist so was normal. Da glaubt jeder an Mythen, und jeden Tag geschehen eine Menge Wunder. Aber ein westlicher Mann, der so was sagt und Tränen in den Augen hatÉ Wow. Das müssen Sie besser wissen, aber westliche Männer denken doch normalerweise nicht so. Westliche Männer weinen auch viel zu wenig.

Sie weinen dafür sehr viel, in jedem Film.
Natürlich, das mögen die Frauen. Die Produzenten fragen immer: "Heult Shah Rukh in dem Film? Gut, dann wird es ein Hit." Nein, im Ernst - das ist einfach sehr indisch. Immer direkt raus mit den Gefühlen. Unsere Filme kommen direkt aus dem Herzen, die meisten zumindest.
 
 
Man könnte auch sagen, sie sind hoffnungslos romantisch und total verkitscht.
Na und? Kritiker sagen immer, unsere Filme seien eskapistisch und irreal. Stimmt nicht. Die Probleme sind mitten aus dem Alltag: Ich möchte reisen, ein gutes Leben führen, heiraten und Kinder haben. Darum geht's doch. Tja. Und dann gucken Sie mal nach Hollywood. Superman. Der Präsident, der die Welt vor einem Meteoriten rettet. Außerirdische, die im Magen nisten. Also, ich weiß nicht, aber für mich ist das Eskapismus. Ein Mann, der in Unterwäsche rumfliegtÉ Wir haben einfach nur Menschen, die arbeiten und leben. Und lieben, natürlich, ganz wichtig.

... und die im Sari durch den New Yorker Central Park tanzen und in der nächsten Szene vorm Matterhorn Blumen pflücken ...
Über das Tanzen habe ich gerade neulich mit Emma Thompson geredet und ihr gesagt: Überall auf der Welt, von Alaska bis zu den Fidschis, tanzen ab und zu Menschen auf der Straße. Kann sein, dass sie betrunken sind. Kann sein, dass sie die Fußballweltmeisterschaft gewonnen haben - aber es gibt sie. Demgegenüber ist es jedoch sehr unwahrscheinlich, Superman auf der Straße zu treffen. Und es besteht auch nur eine geringe Chance, dass ausgerechnet der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die Welt rettet. Also, wer macht die irrealeren Filme? Natürlich übertreibt unser Kino. Aber es bringt einen zu den eigenen Gefühlen zurück. Das ist wie mit Kindern. Niemand weiß, wie wichtig Kinder sind, bevor er welche hat. Sie wecken einen Sinn in dir, den du vorher nicht kanntest oder den du verloren hast. Und so ähnlich machen das auch unsere Filme.

 
Das ist also das Erfolgsgeheimnis?
Zum Teil. Aber Hindi-Filme sind auch deshalb so erfolgreich, weil das Kino in Indien eine enorm lange Tradition hat. Wir lieben Filme, seit es sie gibt. In Indien entstehen drei Filme pro Tag, das macht sonst keiner. Wir sind die Einzigen, die Hollywood überlebt haben. Wir haben ein eigenes Publikum - und zwar ein riesengroßes. Ich habe in "Time" gelesen, dass mehr Menschen mich kennen als
Tom Cruise. Wir sind halt so ein glückliches, fruchtbares Völkchen. Allein in Indien leben ja schon knapp 1,1 Milliarden Menschen, und auch im restlichen Asien und in Europa werden unsere Filme immer beliebter.

Aber in Ihren Filmen wird ja nicht nur schamhaft geschluchzt. Schließlich sind Sie ein absoluter Frauenheld.
Finden Sie?

Na ja ... Frauen schwärmen von Ihrem Lächeln, Ihrem Blick. Im Internet gibt es sogar Gedichte darüber.
Als ich mit der Schauspielerei anfing, galt ich überhaupt nicht als gutaussehend. Da sollten Männer noch wie Männer aussehen, so mit Muskeln und Bart. Dann hieß es plötzlich, ich hätte nur wegen meiner Grübchen Erfolg. Damals wollte auch jeder Stylist, dass ich meine Augenbrauen zupfe - und nun gelten ausgerechnet die als sexy. Hoffentlich finden sie noch viele andere Teile meines KörpersÉ Aber eigentlich ist mir das peinlich. Ich bin kein Posterboy! Ich meine, ich bin Muslim, ich könnte vier Frauen heiraten - aber ich habe bloß eine gefunden.

Sie Ärmster.
Sie sagen es!

Was denken Sie denn, warum Sie so gut ankommen?
Keine Ahnung. Man versucht immer zu analysieren, warum etwas gut funktioniert. Aber so richtig wird man nie dahinterkommen. Vor 15 Jahren war ich noch ein total durchschnittlicher Fernsehfuzzi. Jetzt schreiben die Leute Bücher über mich. Ich lese gerade eines. Dickes Buch, sehr analytisch. Und ich lerne daraus: Ich bin ein Phänomen der 90er Jahre, eine Folge der sich verändernden wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in Indien. In dem Buch steht, dass ich diesen Wandel verkörpere. Cool, oder?

Aber glauben tun Sie das nicht?
Ich bin Schauspieler, sonst nichts. Ich habe ja nicht angefangen und mir gesagt: Oh, die Zeiten ändern sich, dann mache ich jetzt mal den Kerl, der das alles verkörpert. Dass Sie hier sitzen und dass ich so großartige Städte wie Baden-Baden und Düsseldorf kennenlernen durfte, ist doch letztlich Zufall. Eine Folge der Globalisierung. Wir merken langsam, dass wir alle in derselben Hütte leben.

Und dass Sie Schauspieler geworden sind, war auch nur ein Zufall?
Ehrlich gesagt, ja, und ein ziemlich trauriger dazu. Meine Eltern sind sehr früh gestorben, und das hat mich unheimlich mitgenommen. Die Schauspielerei war vielleicht ein Weg, damit klarzukommen - aber auch das ist wieder so ein rückblickender Erklärungsversuch. Eigentlich komme ich vom Theater. Dort habe ich gemerkt, dass ich Geschichten erzählen kann, mit meiner Mimik. Und ich erzähle gern Geschichten. Meinen Kindern vorm Schlafengehen und den Leuten im Kino. Ich neige dazu, extrem viel zu grübeln. Ich rauche zu viel, ich schlafe zu schlecht - in gewisser Weise ist es die Arbeit, die mich am Laufen hält, auch wenn das nicht besonders gesund ist.
 
Hat Ihre Familie da nicht manchmal das Gefühl, zu kurz zu kommen?
Meine Kinder kennen mich nicht anders, und meine Frau versteht das zum Glück. Sie kennt mich so gut, sie weiß immer, was in mir vorgeht. Und natürlich ist meine Familie immer wichtiger als mein Beruf. Ich habe nur das Gefühl, dass die Grenze zwischen der Person und dem Schauspieler Shah Rukh Khan immer mehr schwindet. Das klingt jetzt tragisch, aber so empfinde ich es nicht. Mag sein, dass ich in meinem wirklichen Leben schauspielere. Es kann aber auch sein, dass ich in meinen Filmen sehr echt bin.

Hätten Sie Lust, Bollywood zu verlassen und es mal in Hollywood zu probieren?
Warum sollte ich? Ich bin 40. Ich sehe nicht extrem gut aus. Ich beherrsche keine besondere Kung-Fu-Technik. Warum sollte mich also jemand für einen Hollywood-Film besetzen - es sei denn, der Film handelt von einem 40-jährigen braunen Inder, was ich einen ziemlich ungewöhnlichen Plot nennen würde. Außerdem finde ich es hier viel spannender.

Was denn? Die Arbeit oder die Handlung der Filme?
Nee, die Handlungen sind ja langweilig. Ständig muss ich Frauen verführen, ein furchtbarer Job. Ich meine das Publikum. Es gibt Menschen in meinem Land, die einen Film pro Jahr sehen, weil das alles ist, was sie sich leisten können. Menschen, die auf das Essen verzichten, damit sie einen Film zweimal sehen können. Die einen Schrein für Schauspieler errichten und Kerzen anzünden, weil wir sie glücklich machen. Die weinen, weil sie denken, dass ich wirklich verletzt bin, wenn ich im Film eine Kugel abkriege. Ich spiele für die ganz Reichen und für die ganz Armen. Für Muslime, Hindus, Buddhisten, Parsen und was es sonst noch alles gibt.

Das klingt ja ganz so, als sei die indische Gesellschaft eine große, harmonische Familie?
Natürlich gibt es immer wieder Ärger und Gewalt. Meine Frau ist Hindu, ich bin Muslim - als das Aufgebot für unsere Hochzeit bekannt gegeben wurde, wollte man unser Haus steinigen. Aber wir haben einfach eine falsche Adresse angegeben. Hinter solchen Dingen stecken Fanatiker, die nicht wissen, was Religion bedeutet. So wie hinter terroristischen Anschlägen Mörder stecken, die eine Religion in den Dreck ziehen. Die sie missbrauchen, ohne selbst religiös zu sein.
 
Wie wichtig ist Religion in Ihrer Familie?
Ich bin sehr weltlich aufgewachsen. Eine gute Schulbildung bringt das mit sich. Trotzdem bin ich einer der überzeugtesten Muslime der Welt, und ich glaube an Allah - genau deshalb bin ich kein Fundamentalist. Unsere beiden Kinder wachsen mit beiden Religionen auf, mit Hindu-Gebeten und Koran. Und jedem, dem das nicht passt, kann ich nur sagen: Der Islam hat mich Toleranz gegenüber allen Bräuchen und Religionen gelehrt. Und wenn jemand morgens aufsteht und drei rohe Eier in seinen Mangosaft haut, ist das auch ein Brauch, den ich toleriere. Wenn jemand allerdings Bräuche praktizieren will, bei denen andere verletzt werden, kann man das nicht tolerieren. Da liegt die Grenze.
 
Quelle: www.stern.de Artikel aus dem Heft 40/2006
 
 
 
 
 

 

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