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  Kleidung
Hier eine Beschreibung, was Frauen und Männer in Indien so für Kleidung tragen
 

Indische Kleidung gibt es in vielen Variationen. Sie ist sehr farbenreich und verschieden.

 

Kleidung der Frauen:

 

Es ist eine alte Tradition, die Kleidung selbst herzustellen. Das Gewand einer Frau spiegelt ihre Herkunft und soziale Stellung, sowie ihre religiöse Bindung und ihr Schönheitsempfinden. Fast alle Frauen tragen in Indien einen SARI. Das ist ein Gewand, das ungefähr 9 Meter lang ist. Es besteht entweder aus Baumwolle oder Seide, manchmal auch aus anderen Stoffen. Der SARI ist auch sehr praktisch zum Arbeiten, oder in der Freizeit.

 

Hier mal eine genauere Ausführung zur Kleidung der Frau:

 

Choli

Ein Choli (oder Blouse/ Bluse) ist das traditionelle Oberteil zum Sari. Es ist ein bauchfreies Oberteil mit kurzen Ärmeln, meist wird es vorne mit Häkchen geschlossen. Die Schnitte und Formen variieren je nach Modegeschmack. (Hintergrund ist, dass die Oberarme einer Inderin immer bedeckt sein sollen.)

Die Inderinnen tragen zum Sari jedoch nicht die bei uns angebotenen Stretch-Samt-Choli, sondern aus Saristoff geschneiderte (und somit haargenau passende) Blusen.
Ursprünglich waren die Choli Rückenfreil und wurden im Rücken gebunden Im Tribal Tanz werden diese Oberteile auch oft benutzt.

 

Dupatta

Die Dupatta ist ein breiter Schal, der entweder zum Salwar Kameez, Sari, Lengha Choli etc. getragen wird. Die Dupatta ist meist aus dem gleichen Material wie die Kleidung selbst, entweder einfarbig, und/ oder mit Stickereien etc.

Die Dupatta trägt man lose um den Hals gelegt, oder wie eine Schärpe. Bei verschiedenen Anlässen formeller oder religiöser Art dient sie auch dazu beide Schultern und den Kopf zu bedecken.

 

Lengha Choli

Aus  Rajastan kommt die Kombination von Choli mit langem Rock (Ghagra, Lengha oder Lahenga). Die Teile sind meist reich bestickt, oft doppellagig gearbeitet. Besonders prächtige Lenga Cholis werden als Hochzeitskleid getragen und sind ein typisches Kostüm für Bollywwod Tänze. Eine besonders reichaltig bestickte Dupatta gehört immer dazu und wird um Schultern gelgegt oder am Haar festgesteckt. Heutzutage wird ein Lenga Choli auch als Party-Outfitt verwendet. Es gibt unmengen an verschiednen Designs und eines prachtvoller wie das anderer.

 

Salwar Kameez

Asiatische Einwanderer brachten dieses Kleidungsstück nach Indien - sie führten somit erstmals genähte Kleidung ein! Diese Art von Kleidung ist übrigens in Südasien, Südeuropa, Balkan, Kleinasien, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Persien zu finden. Bei Salwar Kameez handelt es sich um ein dreiteiliges Kleidungsstück für Frauen und Mädchen. Es besteht aus einer "Pumphose" (Salwar), einem langen Oberteil (Kameez) und einem Schal (Dupatta). In Indien wird diese Kombination "punjabi dress" genannt. 
Der Name "Salwar" stammt übrigens vom türkischen Wort "chalwar" (arabisch sherwal) ab. In Indien nennt man sie auch "pyjama". Diese Pumphose (Pluderhose, Haremshose) ist in der Taille und am Bein entweder weit oder auch eng geschnitten. Einige Hosen verengen sich bereits am Knie, andere erst am Knöchel.

 

Sari

Hindus glaubten, dass nur Stoff, der nicht mit einer Nadel in Berührung gekommen ist, "rein" sei. Lange bevor genähte Kleidung nach Indien kam, trugen indische Frauen ein gewickeltes Gewand.
Das Schönheitsideal des alten Indien war offensichtlich eine schmale Taille, große Oberweite und ausladende Hüften. Die Saris wurden so drapiert, dass jede Frau diesem Schönheitsideal entsprechen konnte. 
Es gibt regional unterschiedliche Wickelweisen für den Sari.Der Sari kann auch aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt sein: einfache Baumwolle, Mischgewebe mit Seide, Kunstseide bis hin zur reinen Seide. Es gibt einfache Saris, bedruckte, mit eingewebten Mustern, mit Gold- oder Silberborten, bestickt oder komplett mit Gold- und/oder Silberfäden durchwoben. Ein Sari ist eigentlich nur ein rechteckiges Stück Stoff, ca. 110 cm breit und zwischen 5,50 und 9 m lang. Dieser Stoff wird so um den Körper gewickelt, dass er einen doppelten Rock und einen Überwurf über die Schulter (Pallu oder Pallav) bildet. Oft wird dieser Überwurf auch über den Kopf geschlungen.
Ursprünglich trugen nur Hindus den Sari, er zeigte die Kaste der Trägerin an. Heutzutage kann man den Sari getrost als das Nationalgewand Indiens nennen. 
Hochzeitssaris sind besonders prachtvoll und je nach Region unterschiedlich in der Farbe. 
Auch zum Tanzen kann der Sari getragen werden. Dafür gibt es unterschiedliche Wickelweisen. Eine Möglichkeit ist, ihn um ca. 10 bis 20 cm zu verkürzen in dem man ihn um diese Länge umschlägt. So reicht der Saris nur bis knapp über die Knie. Gewicklet wird er dann auf die übliche Weise. Anstatt eines Petticoats (Unterrock) wird dann eine Hose dazu getragen. Eine andere Methode ist es, den Sari gleich wie eine Hose zu wickeln. Viele Frauen auf dem Lande tragen ihn auch so, damit sie genügend Freiheit zum Arbeiten haben.

 

Kleidung der Männer:

 

Männer tragen meistens Shirts und Hosen. Männer, die in der Stadt leben, sind komfortabler angezogen. Sie haben traditionelle Kleidung wie KURTAS, LUNGIS und DHOTIS an. Schlafanzugähnliche Hosen werden in Dörfern getragen, man nennt sie LEGAN. Ein DHOTI kann auch eine Frau tragen. Er ähnelt einem Wickelrock, der um die Beine gewickelt wird.

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